Geteiltes Leid…und die Freude am Arbeiten in einer Bürogemeinschaft

Wir haben unser Zelt im Workspace von Vier für Texas aufgeschlagen, allerdings ist das nicht die einzige Möglichkeit in Frankfurt heimisch zu werden und in Manier einer Wohngemeinschaft sein Namensschild mit mehreren zu teilen.

Deshalb habe ich mich auf die Suche nach weiteren Workspace-Angeboten in Frankfurt gemacht, um die Frage zu klären, was ein erfolgreiches Konzept ausmacht. Einer der Erfolgreichsten ist hier die Bürogemeinschaft „K1 Businessclub“ in der Hanauer Landstrasse. 20131122_112524890_iOSDieser wird vom charismatischen und zugleich umtriebigen Unternehmer Marc Tillmanns betrieben.  Sein Name ist in der Stadt ohnehin ein Begriff, da er als Botschafter der XING Gruppe Frankfurt am Main 78.000 Interessierte regelmäßig mit Informationen und Veranstaltungen versorgt. So entstehen in diesem Netzwerk rund 30 Veranstaltungen im Jahr und bildet somit das größte Netzwerk auf der XING Plattform – ein Verdienst von acht Jahren intensiver Arbeit.

Marc Tillmanns empfängt mich in dem offenen Eingangs-Bereich des K1 Businessclub. Hier trifft man sich auch regelmäßig zum Frühstück oder auch einfach zum Kaffee. „Nicht schlecht“, denke ich und gönne mir sogleich einen extra schaumigen Cappuccino-Traum aus der vollautomatischen Barista-Maschine. „Bei uns gibt es nur Filterkaffee“, bemerke ich und bekomme sogleich Brötchen angeboten. Misstrauisch frage ich, ob das hier immer so sei. Marc Tillmanns bestätigt dies. Ich frage nicht weiter. Schließlich bin ich neugierig zu erfahren, was neben Brötchen und Kaffeekreationen den Erfolg seines Systems ausmacht. Nach einer kurzen Führung durch die offen gestalteten Räume der Bürogemeinschaft – es gibt sogar eine Erste-Hilfe-Station inklusive Defibrillator – finden wir uns in Tillmanns Büro ein.

Erster Eindruck: Entweder werden hier Gitarren repariert oder verkauft. Beides stimmt nicht, der Betreiber des K1 ist schlicht und ergreifend ein Gitarren-Maniac. Eine Stunde täglich gönnt er sich und seinem Hobby. Mehr ist nicht drin.

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>>Herr Tillmanns, wie darf ich mir Ihr Modell vorstellen?

Wir schließen mit Interessenten, das können Grafiker, PR-Leute, IT-ler, Unternehmens-Steuerberater oder auch Trainer sein, Mietverträge für ein Jahr.

>>Ist das nicht ganz schön lange?

Eigentlich nicht, der Wille zur Selbstständigkeit muss bewusst stattfinden. Wir unterstützen aktiv Selbstständige, die den Schritt zum Unternehmer wagen. Da liegt unserer Meinung auch der Unterschied. Für andere Bedürfnisse, beispielsweise Büros für kürzere Projektphasen, gibt es viele andere Möglichkeiten in der Stadt.

>>Wie vernetzen sich die Mieter untereinander?

Im Grunde ist das ein ganz natürlicher Prozess. Es bildet sich ein Unternehmernetzwerk, das wir ganz gezielt forcieren. So geben wir untereinander immer Starthilfe. Wenn beispielsweise ein Steuerberater Nachhilfe in der Gestaltung seiner Unternehmenspräsentation braucht, findet sich jemand im Netzwerk, der dann wiederum Fragen zu steuerlichen Vorgängen benötigt. So ergeben sich ganz natürlich Synergien aufgrund der kurzen Wege. Ich denke, man benötigt Freunde und keine Konkurrenten.

>>Demnach finden sich beim K1 Businessclub keine Überschneidungen von Branchen?

Derzeit nicht.

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