PMI Award 2017: Kreative Köpfe und Ideen im Personalmarketing gesucht

Preisträger, Jury und Veranstalter des PMI 2016. V.l.n.r. Christian Hagedorn (Westpress), Christoph Athanas (metaHR), Sabine Vockrodt (W&V Job-Network), Raoul Fischer (StoryWorks/W&V), Lisa Barton (BAVC), Oliver Erb (EnBW), Simon Zicholl (Westpress), Johanna Hartz (Wollmilchsau), Martin Grothe (Complexium), Joachim Diercks (Cyquest) und Christopher Knieling (BAVC)

Preisträger, Jury und Veranstalter des PMI 2016. V.l.n.r. Christian Hagedorn (Westpress), Christoph Athanas (metaHR), Sabine Vockrodt (W&V Job-Network), Raoul Fischer (StoryWorks/W&V), Lisa Barton (BAVC), Oliver Erb (EnBW), Simon Zicholl (Westpress), Johanna Hartz (Wollmilchsau), Martin Grothe (Complexium), Joachim Diercks (Cyquest) und Christopher Knieling (BAVC)

Es ist wieder soweit: W&V Job-Network und Westpress suchen kreative Leistungen und Querdenker im Personalmarketing. Bis 26. April können unter pmi-awards.de Vorschläge für den Personalmarketing Innovator und die Personalmarketing Innovation 2017 eingereicht werden. Bereits zum siebten Mal verleihen die Partner den Preis für innovative Ideen, Aktionen oder Kampagnen im Personalmarketing und würdigen die persönliche Leistung für die Branche.

In den vergangenen Jahre haben die Preise, die nicht abgekürzt Personalmarketing Innovator und Personalmarketing Innovation heißen, immer wieder interessante Ansätze und Maßnahmen sowie Treiber der Branche ins Licht gerückt: Die Video-Plattform Watchado, die Whatsapp-Aktion von Daimler, der ElVi-Ausbildungsfinder des Chemie-Verbandes BAVC oder die Trendsetter Robindro Ullah (HRinmind), Jörg Buckmann oder Gero Hesse (Territory Embrace) sind nur einige wenige Beispiele dafür, wie immer wieder mutige Ideen ein ganze Branche inspiriert und befeuert haben.

Nun geht es also in die nächste Runde: Das Ausschreibungsverfahren ist dieses Jahr vereinfacht worden. Unter pmi-awards können noch bis Ende April einfach und kostenlos Vorschläge online eingereicht werden. Aus diesen Vorschlägen wird die Fachjury (Christoph Athanas (meta HR), Joachim Diercks (Cyquest), Jan Kirchner (Wollmilchsau), Raoul Fischer (W&V), Prof. Dr. Martin Grothe (Complexium) sowie Simon Zicholl (Westpress)) die diesjährigen Sieger küren. Die Preisverleihung findet sodann im Rahmen der dee:p17 am 18. Mai 2017 in Hamm statt.

HR Barcamp 2016: Die Macht war mit uns

HRBC16_Aufmacher HRBC16_Bild 1 HRBC16_Bild 2Fünf Jahre gibt es das HR Barcamp jetzt bereits. Und die Veranstalter, Christoph Athanas (Geschäftsführer Meta HR) und Jannis Tsalikis (Personalchef Vice) können stolz sein auf das, was sie geschaffen haben: Nicht weniger als einen der wichtigen Events auf dem Terminkalender von Recruitern und Personalmarketeers. Denn wie begehrt die Teilnahme inzwischen ist, mussten diejenigen erfahren, die an den beiden Verkaufstagen für die insgesamt 180 Tickets das Nachsehen hatten. Innerhalb weniger Stunden war das HR Barcamp 2016 (#hrbc16) ausverkauft. Was das Besondere ist, erfahren alle, der sich zu Beginn in die lange Schlange stellt, um eine Session vorzuschlagen. Sie referieren vor Experten und Praktikern. Und so ergibt sich im Laufe jeder Session ein spannender Dialog, wenn nicht gar eine gute Diskussion, von der alle Beteiligten etwas mitnehmen können. Zumindest in den besseren Sessions.

Meine Highlights in diesem Jahr: Zum Beispiel die Session zum Thema „Big-Data-Analysen und Scoring in der HR Praxis“ von Wolfgang Brickwedde (ICR), Jo Diercks (Cyquest) und nicht zuletzt Nina Diercks (socialmediarecht.de). Die drei Referenten zeigten, wie Personaler im Vorfeld per Daten-Recherche Informationen über Bewerber sammeln können. Eine ernüchternde Erkenntnis habe ich selber gemacht. Als Versuchskaninchen der Chrome-Erweiterung Crystal musste ich feststellen, dass das Programm ein Persönlichkeitsprofil von mir aus dem Netz saugt, dass bis in Nuancen hinein zutrifft. Die verschiedenen vorgestellten Tools und die rechtlichen Hinweise sollten HR-Verantwortlichen jedenfalls dabei helfen, die Möglichkeiten von Big Data bei ihrer Arbeit zu nutzen.

Oder: HR gegen rechts. Rechtsanwältin Nina Diercks zeigte auf, welchen beschränkten Spielraum Unternehmen haben, bei denen einzelne Mitarbeiter sich öffentlich durch Hass-Posts oder fremdenfeindliche oder Menschen verachtende Kommentare in Social Media hervortun. Die Möglichkeiten sind darum beschränkt, weil diese Aktionen Privatsache bleiben, solange die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter in eigenem Namen und nicht auf Seiten der Firma posten. Ob dadurch tatsächlich auch der Ruf der Firma geschädigt wird, bleibt in diesem Falle Auslegungssache. Die Session hat ergeben: Social-Media-Guidelines für Mitarbeiter sind heute wichtiger denn je. Und im Zweifel hilft nur noch das Gespräch und eine einvernehmliche Trennung.

Ein weiteres Highlight: Die neue Superhelden-Studie, die Jörn-Hendrik Ast (@jormason) gemeinsam mit weiteren Partner angeleiert und auf dem #hrbc16 vorgestellt hat. Es ist eine Typologisierung, die Mitarbeiter in vier Gruppen einteilt: Unternehmer, Macher, Kämpfer und Helfer. Jeder kann unter superheldentraining.de den Test machen – und erfahren, wie er mehr aus seiner eigenen Persönlichkeit herausholen kann. Für Unternehmen insofern interessant, weil hier eventuell ein neues Matching-Tool um die Ecke biegt, das es erlaubt Bewerber nach ihrem Typus zu filtern und auszuwählen.

Beeindruckend war auch wieder die Twitter-Bilanz des HR Barcamp: 304 User setzten rund 2500 Tweets ab, die gut 357.000 Leute erreichten und 3,4 Millionen Impressions erzielten. Kann sich doch sehen lassen, oder? Jedenfalls stand die kleine Fünfjahresfeier am ersten Abend zu recht unter dem Star-Wars-Titel „Das Erwachen der Macht“. Möge sie mit Euch sein – bis zum HR Barcamp 2017.

Weitere Infos gibt es übrigens auf dem Tumblr-Blog zum #hrbc16.

Mutige Querdenker gesucht

Es ist wieder soweit: Bereits zum fünften Mal zeichnen W&V Job-Network und die Personalmarketing-Agentur Westpress herausragende Leistungen im Personalmarketing aus. Am 28. Mai 2015 verleihen die Partner den Preis „Personalmarketing Innovator“ für mutige Querdenker im Human Resource Marketing. Mit dem Award „Personalmarketing Innovation“ werden zum zweiten Mal kreative und pfiffige Ideen gewürdigt, die im vergangenen Jahr im Markt Akzente gesetzt haben.

Dafür brauchen wir Ihre Vorschläge! Bis zum 30. April können Kandidateninnen und Kandidaten für den PMI und spannende Innovationen, Ideen und Kampagnen eingereicht werden, die im vergangenen Jahr von sih Reden gemacht haben. Für die Einreichung genügt es, eine E-Mail mit dem Namen und einer kurzen Begründung an pmi@wuv.de zu senden. Wir sind gespannt, was da an Ideen und Vorschlägen zusammenkommt. Wie in jedem Jahr wird eine Fachjury dann die jeweiligen Sieger auswählen. Zu der gehören in diesem Jahr Christoph Athanas (metaHR), Joachim Diercks (Cyquest), Jan Kirchner (Wollmilchsau), Raoul Fischer (W&V/LEAD digital), Prof. Dr. Martin Grothe (Complexium) sowie Simon Zicholl (Westpress).

Die Preisverleihung findet erstmals im Rahmen der dee:p in Hamm statt. Die neue Fachkonferenz wird den Fokus auf Chancen und Trends im Personalmarketing, Employer Branding und E-Recruiting legen, welche anhand ausgewählter Fachvorträge und Best-Practice-Beispiele eruiert und mit wichtigen Vertretern aus der Branche diskuPMI13_Preisträgertiert werden.

Hall of Fame:

2011: Gero Hesse (Bertelsmann), Stephan Grabmeier (damals Deutsche Telekom) sowie Michael Picard (damals Otto)
2012: Bernd Schmitz (Bayer), Robindro Ullah (damals Deutsche Bahn) und Charles Schmidt (Krones) 2013: Markus K. Reif (EY), Florian Schrodt (Deutsche Flugsicherung) und Robindro Ullah
2014: Jörg Buckmann (Verkehrsbetriebe Zürich) als Personalmarketing Innovator und Whatchado als Personalmarketing Innovation

Golf Circle ist da

GC_1_Gesamtausgabe_RavensbergerLand_Seite_01Es ist geschafft. Die erste Ausgabe des neuen Golfmagazins Golf Circle ist erschienen. Mit dem Titelthema „Lust auf Golf“ eröffnen wir sozusagen die Golfsaison. Golf Circle ist ein neuartiges Medienangebot für Golfvereine und deren Mitglieder. In der hochwertigen, national verbreiteten Zeitschrift trifft die große weite Welt des Golfsports auf lokale Club-Nachrichten. Frei nach dem Motto „Think global, act local“ gibt es zwei redaktionelle Teile zusammengefasst in einem Heft. Das Magazin soll ab Februar 2015 regelmäßig sechs Mal im Jahr erscheinen. Die Idee dazu hatte Jan Kühl, Herausgeber von Golf Circle und Geschäftsführer des neu gegründeten Verlags Publishing in Circles, den er gemeinsam mit Sabine Enßlin, seiner früheren Mitarbeiterin aus El Cartel Media-Zeiten, betreibt. Das Konzept für Golf Circle haben StoryWorks und VIER FÜR TEXAS entwickelt, die auch Redaktion und Grafik für das Magazin stellen. Als Chefredakteurin ist seit der ersten Ausgabe die renommierte Golf-Journalistin Petra Himmel an Bord.

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Golf Circle ist allerdings mehr als einfach nur ein neuer Zeitschriftentitel. Golf Circle ist eine Gemeinschaft. So ist geplant, dass sie in Zukunft unter einem Dach ein Vereinsmagazin mit einem Online-Angebot und einer Mobile App vereint, über die sich Clubmitglieder verschiedener Golfvereine auch untereinander austauschen können. „Golf Circle ist die Antwort auf die Frage, wie man den vielen Clubs mit ihren eigenen Nachrichten ein neuartiges Medium für ihr Clubleben bietet, das zugleich für nationale Werbekunden ein hochattraktives Umfeld schafft“, sagt Jan zu seiner Idee und fügt hinzu: „Außerdem ist Golf Circle ein Netzwerk, das nicht nur um den heimischen Schornstein herumläuft, sondern auch deutschlandweit Golfclubs zusammen bringt.“

Weitere Informationen zum neuen Magazin und zum Verlag gibt es unter publishingincircles.com.

Wer nicht fragt, bleibt dumm

SylviaMan kennt das aus dem Bewerbungsgespräch: Irgendwann kommt sie immer. Die Frage nach der größten Schwäche. Also lassen Sie uns nicht um den heißen Brei herumreden! Ich verrate Ihnen lieber gleich: Ich bin neugierig. Und ich liebe, liebe, liebe Geschichten! Romane lese ich in einem Rutsch durch. Meine Lieblingsserien konsumiere ich wie ein Maniac. In spannende Filme kann ich mich voll versenken. Für eine gute Geschichte lasse ich alles andere stehen und liegen. Wer, wie, was, wo, wann, warum? Es geht nicht anders – ich muss diese Fragen stellen.
Und ich fiebere den Antworten entgegen.

Zum Glück ist Neugier im Journalismus eine Einstellungsvoraussetzung. Das passt also. Außerdem hab ich schon in der Sesamstraße gelernt: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Aber natürlich ist es nicht damit getan, Fragen zu stellen. Als Journalistin muss man auch Geschichten erzählen. Das mache ich genauso gern, wie Geschichten zu hören. Wer sind Sie und was machen Sie? Was bewegt Sie und mit welcher Geschichte wollen Sie Ihr Unternehmen an die Öffentlichkeit bringen? Ich bin jetzt schon neugierig auf Ihre Story. Und ich freue mich darauf, sie erzählen zu dürfen!

Stories work fine with me….

Jennifer Hellwig

Ein freundliches „Moin, Moin!“ wie es der Hanseat zu jeder Uhrzeit zu sagen pflegt, gell?

Wie man merkt, die norddeutsche Herkunft werde ich nie richtig verbergen können, aber ich passe mich gerne den südlicheren Gefilde an. Im ereignisreichen Jahr 1989 wurde ich in Hamburg geboren und in den darauffolgenden Jahren mit vielen verschiedenen Kulturen dieser Welt bekannt gemacht. Zu MS-DOS-, Disketten- und Kasetten-Zeiten wuchs ich mal in Deutschland, Paraguay oder Nicaragua auf. Schon damals interessierte ich mich sehr für Computertechnik und so lag es nicht fern, dass ich mich auf E-Business spezialisierte. Während meines Studiums der Wirtschaftspsychologie entwickelte ich eine zweite Vorliebe für Marketing. Diese beiden Fachrichtungen zu kombinieren schien mir zunächst ein unmöglich zu findendes Arbeitsfeld, doch dann stieß ich auf StoryWorks! Ein dynamisches Start-Up Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main!

Als Volontärin im Bereich PR/Kommunikation sehe ich die Möglichkeit nicht nur meine eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, sondern auch eine Spezialisierung gefunden zu haben, die meine Erwartungen an das Berufsleben in vollem Umfang erfüllt. Gerade im Bereich Online-Medien bringe ich mich gerne mit meinen Erfahrungen aus dem Segment der Administration von Profilen in sozialen Netzwerken, SEO oder Kampagnen-Erstellung ein und bin gespannt auf die möglichen Vernetzungen der On- und Offline-Bereiche.
Während der nächsten zwei Jahre freue ich mich auf spannende Herausforderungen, neue Erfahrungen und ganz viel Spaß im Team. Let the stories begin!

 

 

Geteiltes Leid…und die Freude am Arbeiten in einer Bürogemeinschaft

Wir haben unser Zelt im Workspace von Vier für Texas aufgeschlagen, allerdings ist das nicht die einzige Möglichkeit in Frankfurt heimisch zu werden und in Manier einer Wohngemeinschaft sein Namensschild mit mehreren zu teilen.

Deshalb habe ich mich auf die Suche nach weiteren Workspace-Angeboten in Frankfurt gemacht, um die Frage zu klären, was ein erfolgreiches Konzept ausmacht. Einer der Erfolgreichsten ist hier die Bürogemeinschaft „K1 Businessclub“ in der Hanauer Landstrasse. 20131122_112524890_iOSDieser wird vom charismatischen und zugleich umtriebigen Unternehmer Marc Tillmanns betrieben.  Sein Name ist in der Stadt ohnehin ein Begriff, da er als Botschafter der XING Gruppe Frankfurt am Main 78.000 Interessierte regelmäßig mit Informationen und Veranstaltungen versorgt. So entstehen in diesem Netzwerk rund 30 Veranstaltungen im Jahr und bildet somit das größte Netzwerk auf der XING Plattform – ein Verdienst von acht Jahren intensiver Arbeit.

Marc Tillmanns empfängt mich in dem offenen Eingangs-Bereich des K1 Businessclub. Hier trifft man sich auch regelmäßig zum Frühstück oder auch einfach zum Kaffee. „Nicht schlecht“, denke ich und gönne mir sogleich einen extra schaumigen Cappuccino-Traum aus der vollautomatischen Barista-Maschine. „Bei uns gibt es nur Filterkaffee“, bemerke ich und bekomme sogleich Brötchen angeboten. Misstrauisch frage ich, ob das hier immer so sei. Marc Tillmanns bestätigt dies. Ich frage nicht weiter. Schließlich bin ich neugierig zu erfahren, was neben Brötchen und Kaffeekreationen den Erfolg seines Systems ausmacht. Nach einer kurzen Führung durch die offen gestalteten Räume der Bürogemeinschaft – es gibt sogar eine Erste-Hilfe-Station inklusive Defibrillator – finden wir uns in Tillmanns Büro ein.

Erster Eindruck: Entweder werden hier Gitarren repariert oder verkauft. Beides stimmt nicht, der Betreiber des K1 ist schlicht und ergreifend ein Gitarren-Maniac. Eine Stunde täglich gönnt er sich und seinem Hobby. Mehr ist nicht drin.

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>>Herr Tillmanns, wie darf ich mir Ihr Modell vorstellen?

Wir schließen mit Interessenten, das können Grafiker, PR-Leute, IT-ler, Unternehmens-Steuerberater oder auch Trainer sein, Mietverträge für ein Jahr.

>>Ist das nicht ganz schön lange?

Eigentlich nicht, der Wille zur Selbstständigkeit muss bewusst stattfinden. Wir unterstützen aktiv Selbstständige, die den Schritt zum Unternehmer wagen. Da liegt unserer Meinung auch der Unterschied. Für andere Bedürfnisse, beispielsweise Büros für kürzere Projektphasen, gibt es viele andere Möglichkeiten in der Stadt.

>>Wie vernetzen sich die Mieter untereinander?

Im Grunde ist das ein ganz natürlicher Prozess. Es bildet sich ein Unternehmernetzwerk, das wir ganz gezielt forcieren. So geben wir untereinander immer Starthilfe. Wenn beispielsweise ein Steuerberater Nachhilfe in der Gestaltung seiner Unternehmenspräsentation braucht, findet sich jemand im Netzwerk, der dann wiederum Fragen zu steuerlichen Vorgängen benötigt. So ergeben sich ganz natürlich Synergien aufgrund der kurzen Wege. Ich denke, man benötigt Freunde und keine Konkurrenten.

>>Demnach finden sich beim K1 Businessclub keine Überschneidungen von Branchen?

Derzeit nicht.

Recruiting mit Mops

131122_Mops„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ Diese Weisheit von Vicco von Bülow alias Loriot soll in Zukunft auch auf das Recruiting übertragbar sein. Natürlich werden Unternehmen auch ohne Mobil optimierte Stellenanzeigen (MopS) auskommen – aber ob sie so die wirklich spannenden Kandidaten erreichen, bezweifeln viele Experten. In der Tat ist das auch inzwischen kein Hexenwerk mehr. Alle größeren Jobbörsen und auch die ein oder andere Personalfachagentur bietet längst die Optimierung der Recruiting-Kommunikation  für die verschiedenen mobilen Kanäle an.

Die Sache hat meines Erachtens zwei Haken: Erstens ist eine solche mobil optimierte Stellenanzeige in der Darstellung auf das Notwendigste reduziert. Klar – sie sollte auf dem kleinen Smartphone-Screen funktionieren. Und da bringt man eben auf den ersten Blick nicht mehr als Jobtitel (möglichst verständlich!), Arbeitsort, Company und vielleicht noch ein paar Angaben zu Anforderungen oder zum Angebot unter. Bilder oder Keyvisuals, die eine Marke emotional aufladen, haben hier keinen Platz – zumal sich das aufgrund der Ladezeiten eher verbietet. An der Stelle sind bekannte große Marken im Vorteil: Bei BMW, Allianz oder Deutsche Bahn geht sofort da Kopfkino los. Die Marken sind allgemein bekannt und werden mit einer Welt verbunden. Die Schnappenschnurz GmbH dagegen löst – gar nichts aus: Wenn die irgendwie punkten möchte, muss sie sich beim Wording der Stellenanzeige etwas einfallen lassen.

Haken Nummer zwei: Der Prozess. Wer mobil anfängt, muss auch mobil zuende denken. Wohin gelangt ein potenzieller Bewerber von der mobil optimierten Stellenanzeige? Auf die Homepage oder die Karriereseite – so das Unternehmen eine hat? Hoffentlich ist die auch mobil optimiert, sonst geht hier für den Nutzer das Mäusekino los, was in der Regel zum Abbruch führt. Auch auf ein Online-Assessment wird kein Bewerber Lust haben – selbst wenn dieses mobil optimiert ist. Gefragt sind einfache Lösungen.

Eine spannende Lösung schlug ein Teilnehmer des Jobware-Expertenforums Ende November in München vor: Mit Spracherkennungssoftware sollte es doch möglich sein, das Kandidaten sich per Smartphone bewerben: Sie machen die vom Unternehmen für die Bewerbung gewünschten Angaben mündlich, die Software setzt sie in Text um. Dann müssen sich Rekruiter nur von hohen Erwartungen an die Qualität der Texte verabschieden: Druckreif sprechen die wenigsten. Aber letztlich kommt es ja auch auf die Inhalte an, oder?

 

Alles auf einmal

Multitasking – eine Eigenschaft, die früher eher Frauen zugeschrieben wurde, betrifft wohl in Zukunft alle. Oder konkreter: Wir sehen fern, während wir Surfen, wir checken E-Mails während einer Sitzung oder Konferenz, wir verfolgen Twitter während eines Vortrags, wir chatten auf Whatsapp beim Einkaufsbummel etc. Die Digitalisierung sorgt dafür, dass wir Dinge nicht mehr sequentiell – nacheinander – sondern parallel machen. Irgendwie erleben wir das zwar täglich, aber müssen es uns immer wieder klar machen.

Für mich war das eine der zentralen Erkenntnisse im Vortrag von Dietmar Dahmen, Zukunftsforscher und Mitarbeiter von ecx.io, auf der diesjährigen Marketing on Tour (#mot13). Ein spannender und sehr unterhaltsamer Vortrag, der den Teilnehmern zeigte, welche Konsequenzen sie ziehen müssen, wenn Marketing auf totale Connectivität trifft. Aber auch die anderen Vorträge der Veranstaltung boten viele interessante Inhalte. Schwarzbrot-Themen wie A/B-Testing von Webseiten (Volker Wieskötter, etracker) waren ebenso wichtig wie die logischerweise unterhaltsamen Zukunftsthemen zu Augmented Reality (Szabolcs Budahazy, ARworks), Videos im Werbeeinsatz (Michael Praetorius, Publizist und Medienberater) oder 14 und ¼ Trends im Online Marketing (Joachim Graf, iBusiness).

Dietmar Dahmen zeichnete eine Entwicklung nach, die in den letzten Jahren das Marketing auf den Kopf gestellt hat. Während Kommunikation früher bei hoher Reichweite wenig Relevanz hatte, muss sie heute bei geringer Reichweite hohe Relevanz bieten, um vom Verbraucher angenommen zu werden. Sie muss jedenfalls auf ihn eingehen, an seinen Interessen anknüpfen. Massenkommunikation weicht dabei zusehends dem individuellen Dialog, der idealerweise einen lokalen Aufhänger hat: einen Besuch in einem Shop oder ein anderes Ereignis vor Ort. Und sie geschieht in Echtzeit: Wir sind daran gewöhnt, Bedürfnisse sofort zu befriedigen, Dinge gleich anzupacken – nicht Tage später.

So sehr ich davon überzeugt bin, dass genau das wichtig ist, um ein intensiveres und engeres Kundenverhältnis aufzubauen ­– Massenwerbung allgemein wird meiner Einschätzung nach darüber nicht weniger wichtig. Sie wird nur auf die Rolle beschränkt, die sie am besten spielt: Marken in den Köpfen präsent halten. Kein unwichtiger Job angesichts der Tatsache, dass die Anzahl der Marken locker die unseres Wortschatzes übersteigt …

Was ich noch sagen wollte …

Es gibt Geschichten, die eigentlich nirgendwo hinpassen. Sie haben keinen Ort, sind sozusagen heimatlos. Sie sind die Asylanten unter den Geschichten und werden meistens mit Floskeln wie „was ich noch sagen wollte …“ oder „übrigens … “ eingeleitet. Wir von StoryWorks geben diesen Geschichten eine Heimat: Wenn Sie eine haben, immer rüber damit.

Viel Spaß beim Lesen und Kommentieren!